Wir freuen uns, Ihr Interesse für den Tierschutz auf Kefalonia geweckt zu haben.
Gegen die Tötung der Straßentiere
in der Europäischen Union


Greeceprotest
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• „Wer Mensch sein will, muß sich seiner Verantwortung für die Tiere bewusst sein. Wir haben die Pflicht, unsere Stimme für die Sprachlosen zu erheben.“
Fritz Muliar, österreichischer Schauspieler
Jahresrückblick 2009
Wieder neigt sich ein schwieriges Jahr
für Menschen und Tiere dem Ende zu. Auch uns hat die
Wirtschaftskrise nicht verschont. Trotzdem ist es uns - dank
Ihrer Spenden - gelungen, über dreihundert Katzen und Hunde
zu kastrieren. Diese Zahl wird sich bis Ende Dezember sogar
noch erhöhen. Auch konnten wir zahlreiche kranke, verletzte
und vergiftete Hunde vor dem sicheren Tod retten. Durch die
daraus resultierenden Tierarztkosten blieb natürlich kaum
Geld für Tierfutter, deshalb kam die großzügige Futterspende
aus Österreich im vergangenen Mai gerade recht, eine größere
Durststrecke zu überwinden. Daher bestreiten nun die
Betreuer unseres privaten Tierheims, Pat und David Dolman,
die Futterkosten aus eigener Tasche. Auch viele Tierfreunde,
die hier auf der Insel bis zu dreißig Hunde und unzählige
Katzen betreuen, sind seit einem Jahr auf sich alleine
gestellt.
Die Vermittlung der Hunde ins Ausland
führt in unseren Augen zwar zu keiner Lösung des
Streunerproblems, würde aber eine Verbesserung der
Lebensumstände wenigstens einiger bedeuten. Bisher war
Kefalonia schlecht erreichbar, was sich auch auf die
Vermittlung unserer Tiere, negativ auswirkte. Ab Mai 2010
wird die Insel jedoch auch aus Deutschland von AirBerlin
wieder direkt von mehreren wichtigen Flughäfen wie Berlin,
Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, München und Münster
angeflogen, so dass vielleicht doch ein paar Tiere mehr,
als in der Vergangenheit, ausreisen können. Um dies
verwirklichen zu können, sind wir aber auf Ihre Hilfe
angewiesen. Wir benötigen dringend Flugpaten, die unsere
Tiere mit nach Deutschland oder Österreich nehmen. Dies ist
mit keinerlei Kosten und/oder Mühen verbunden. Alle Gebühren
und auch die Buchung übernimmt der Verein. Interessenten
müssen sich lediglich bei uns melden, den Rest erledigen
wir. Genaue Informationen über den Ablauf einer
Flugpatenschaft finden Sie hier auf unserer Homepage unter
„Sie wollen helfen“ – „Flugpaten“. Reisende, die Kefalonia
mit dem Auto besuchen und bereit wären, einen unserer
Schützlinge auf dem Rückweg nach Österreich oder Deutschland
mitzunehmen, wären ebenfalls eine große Unterstützung für
uns. Auch hier entstehen keine Kosten und/oder Umwege. Das
Tier wird an einem verabredeten Treffpunkt, der auf Ihrer
normalen Reiseroute liegt, von seinen neuen Besitzern oder
seiner Pflegefamilie abgeholt.
Während der Wintermonate besteht allerdings weiterhin
kaum eine Chance auf eine Transportmöglichkeit. Bei der
derzeitigen Welpenflut ist das natürlich eine Katastrophe,
da weder unser Tierheim noch die diversen Tierschützer und
Pflegestellen auf Kefalonia, neue Tiere aufnehmen können.
Die steigende Anzahl der Streuner erhöht leider bei der
einheimischen Bevölkerung und den Gemeinden alljährlich die
Bereitwilligkeit Giftköder auszulegen, um sich des „lästigen
Problems“ auf diese Weise zu entledigen. Dieses Sterben ist
besonders elend, qualvoll und lange. Die Tiere krepieren
regelrecht. Und selbst diejenigen, die diesem grausamen
Schicksal entkommen, leiden in den Wintermonaten noch mehr
als sonst. Die fehlenden Touristen bedeuten auch weniger
Essensabfälle in den Hotels und damit weniger Futter für die
Straßentiere. Hunger und daraus resultierende Immunschwächen
und Anfälligkeit für Krankheiten sind die logische Folge.
Auch für viele unserer Pfleglinge bedeutet die jährlich
wiederkehrende Welpenschwemme eine längere Wartezeit. Viele
sind auf diese Weise bereits zu Dauerinsassen geworden, denn
nur in seltenen Fällen werden Hunde, die älter als zwei
Jahre sind, vermittelt.
Neben Sach- und Geldspenden, Flug- und Autopaten sind wir
insbesondere auf der Suche nach zuverlässigen und
verantwortungsbewussten Pflegefamilien in Österreich und
Deutschland, die unseren Tieren bis zu ihrer endgültigen
Vermittlung ein gutes und liebevolles Zuhause bieten. Die
Chancen auf Adoption erhöhen sich erheblich, wenn die Hunde
oder Katzen bereits vor Ort sind. Viele Menschen wollen –
was durchaus verständlich ist – nicht die „Katze im Sack
kaufen“, sondern ihr künftiges Familienmitglied vorher
besuchen und kennenlernen. Unter „Sie wollen helfen“ –
„Pflegestellen“ können Sie sich über diese wertvolle
Möglichkeit zur Hilfe genau informieren.
Für das kommende Jahr hoffen wir, möglichst vielen
unserer Schützlinge zu einem schönen und artgerechten Leben
bei lieben Menschen verhelfen zu können. Wir würden uns
freuen, wenn Sie uns auf diesem Weg ein Stück begleiten
würden. Es gibt viele Möglichkeiten zu helfen, jede ist
wichtig und wertvoll und trägt einen großen Anteil am
Erfolg.
Einige unserer Glückspilze im vergangenen Jahr:

Anny auf der Fähre Elli vor dem Abflug
 
Elli in der Flugbox Astero am Flughafen
Paula ( ehem.Cookie) und Brownie auf der Fähre
Es ist vielleicht nicht die Welt, ein Tier zu retten,
aber für dieses eine Tier ist es ein ganzes Leben.
Wir bedanken uns bei unseren Freunden, Helfern und Spendern,
denn nur so konnten wir auch 2009 unsere Tierschutzarbeit leisten
und wünschen allen eine schöne Adventzeit.
Die Anzahl der Straßenhunde in Griechenland wird auf etwa 300.000 geschätzt, die der Katzen liegt sicherlich höher.
Bedenkt man, daß eine weibliche Katze und ihr Nachwuchs innerhalb von sieben Jahren für die Geburt von bis zu 420.000 Katzen verantwortlich ist und eine Hündin und ihre Nachkommenschaft in 6 Jahren bis zu 67.000 Hunde gebärt, so versteht man, welch wichtige Rolle die Kastration von Straßen- aber auch von Haustieren, spielt.
Private Tierschutzvereine stehen angesichts der riesigen Zahlen, vor einem schier unlösbaren Problem und sind auf staatliche Hilfe angewiesen. Derzeit existiert diese aber so gut wie nicht, da die für den Tierschutz verantwortlichen Gemeinden unter ständigem Geldmangel leiden.
Noch vor einigen Jahren konnten Kastrationsaktionen mit Hilfe freiwilliger Tierärzte aus anderen EU-Mitgliedsländern durchgeführt werden, wobei das Budget der Tierschutzvereine sehr entlastet wurde und viele Tiere kastriert werden konnten, auch in Gegenden, wo es keine praktizierenden Tierärzte gibt. Leider behindert seit geraumer Zeit die griechische Tierärztekammer diese Initiativen, indem sie keine Arbeitsgenehmigung an Tierärzte aus anderen EU-Staaten, erteilt, obwohl es entsprechende Richtlinien gibt ( 78/1026/EWG)
Daher sind alle privaten Tierschutzorganisationen weiterhin auf Ihre Unterstützung angewiesen, um die schwierigen Aufgaben vor Ort, so gut wie möglich bewältigen zu können.
An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Spendern bedanken, die unsere Tiere auch jetzt, trotz Wirtschafts-und Finanzkrise, nicht vergessen haben.
Erreichtes 2008 und Vorsätze für 2009 : Im vergangenen Jahr wurden mit unserer Hilfe ca. 290 Katzen und Hunde kastriert. Diese Zahl wollen wir wieder erreichen oder wenn möglich, übertreffen.
Ca. 30 Hunde fanden in Österreich, Deutschland und der Schweiz ein neues Zuhause, auch einige Katzen hatten das Glück, ein neues Zuhause zu finden.Diese Zahl mag zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein, wir sehen es trotzdem als einen Erfolg an, denn angesichts des Erlasses des früheren stellvertretenden Ministers fuer landwirtschaftliche Entwicklung und Ernährung,Kiltidis, wird die Ausfuhr ehemaliger herrenloser Tiere sehr erschwert, wenn nicht sogar unmöglich gemacht
(siehe Rubrik „Aktuelles“ /Pressemeldung Kiltidis).
Auf jeden Fall hat sich für jedes einzelne dieser Tiere ihr Schicksal zum Guten gewendet.

Auf grosser Fahrt

Auf der Fähre
Aber auch verletzte und kranke wurden behandelt und viele konnten im letzten Moment vor dem Vergiftungstod gerettet werden.
2008 gab es natürlich auch viele Rückschläge und Trauriges , unsere Devise lautet jedoch:
„Wir geben nicht auf, denn Probleme sind da, um bewältigt zu werden.“
So wie Woody (siehe Aktuelles/Einwanderer auf vier Pfoten und Woody, eine Erfolgsstory), wollen wir uns im Eiltempo an die Arbeit machen !

Häufigere Aktualisierung unserer Homepage steht ebenfalls auf dem Programm, vor allem die der Seite“Zuhause gefunden“ – da leider auch einige Archive verlorengegangen sind, bitten wir die Besitzer unserer ehemaligen Schützlinge, die noch nicht auf dieser Seite zu finden sind, uns Infos und Fotos zu schicken. Wir freuen uns aber auch auf neue Fotos all jener, die bereits auf dieser Seite abgebildet sind.

„Es gibt nichts Trostloseres als nur für sich zu leben.“
Kardinal Schönborn, Erzbischof von Wien
In diesem Sinne
Ihr Team von „Kefalonia Animal Trust“
Der folgende Bericht zeigt, wie Hunde aus dem Süden das Leben ihrer Besitzer bereichern können. Wir hoffen, noch viele Geschichten dieser Art, auf unserer Homepage zu veröffentlichen.
Wieso Hunde aus Griechenland!
Eigentlich hatten wir 2003, nach einer mehrjähriger Hundepause uns einen Rassehund anzuschaffen wollen, nachdem wir fest gestellt haben, dass die Züchter Preise verlangten, die wir nicht bereit waren zuzahlen (obwohl wir dies könnten) und man noch nicht einmal den Welpen selber aussuchen durfte, war dass Interesse sehr schnell verflogen. Auch haben wir in den örtlichen Tierheime uns umgesehen, dort gab es leider nur Problemhunde.
Da wir in diesem Jahr unserem Urlaub für Kreta bereits geplant und gebucht hatten und auch hörten, dass Hunde nicht gerade einen hohen Stellenwert in Griechenland haben, waren wir uns einig, uns dort ein Tierheim in Kreta mal an zusehen. In Kreta hat uns die Reiseleitung von Neckermann und freundlicherweise die Adresse von einem Tierheim in Malia organisiert. Mit dem auch Kontakt hergestellt und einen Besuch vereinbart hatten. Bei dem Besuch ist uns sofort auf gefallen, mit welcher Freundlichkeit und ohne Aggressivität uns die vielen unterschiedlichen Hunde dort empfangen haben. Auch ein Rudel Welpen, ist uns entgegen gestürzt. Wie dass Schicksal so wollte, sass kurze Zeit später einer Colliemix Welpenhündin bei meiner Frau auf dem Schoss und nun 5 Jahre später sitzt diese Hündin inzwischen eine Hundedame, zwar nicht mehr auf dem Schoss, sondern bei uns in Deutschland auf der Couch. Dank dem Engagement von Fr. Gayner vom Tierheim Malia, haben wir sie bei unserer Heimreise mitnehmen können, sie durfte sogar mit Ihrer Box in den Passagierraum, die Heimreise hat alles supergeklappt.
Da wir mit Filou so tolle Erfahrungen gemacht haben, wollten wir auch noch einem zweiten Griechischen Hund ein schönes Zuhause geben. Da kein Griechenland Urlaub anstand, haben wir uns im Internet umgesehen. Nur dieses mal wollten wir uns kein Welpen, sondern ein Junghund zu legen und da Filou mittlerweile Colliegrösse erreicht hatte und auch ein grösserer Hund sich auch mal durchsetzen kann.
Beim stöbern auf Griechentierheimseiten, sind wir dann auf Merlin (der damals noch Fivos hiess) gestossen, von dem Tierheim K.A.T. in Kefalonia, ein etwas kleiner Berner Sennenmix ein ½ Jahr alt, den meine Frau bereits auf den Bild in ihr Herz geschlossen hatte, so mal Berner ihre Traumhunde sind.
Dank einer Flugpatin und einer netten Damen die Merlin vom Flughafen München nach Stuttgart gebracht und Frau Stellatou die es geschafft hat, ausserdem der Touristenzeit im Februar, Merlin ein neues Zuhause zugeben. Vorauf wir auch nach 4 Jahren noch dankbar sind.
 Beide sind Klassehunde, wie für die meisten Griechenhunde üblich ein tolles Sozialverhalten haben, sehr gehorsam sind und sehr leicht zu erziehen. Trotzdem sind beide unterschiedlicher wie kaum sein können, Filou, intelligent, Kopfarbeiter, Hütehund, lauffaul und Merlin, denkfaul, dafür joggt er für sein Leben gern. Für uns sind es die besten Hunde die wir bekommen konnten, für uns ist es ein Rätsel wie die Menschen soviel Geld für Rassehunde ausgeben können, obwohl in ganz Südeuropa, so viel tolle Hunde ein Zuhause zu suchen.
Mittlerweile haben wir sogar 2 weitere Hunde aus Kreta aufgrund unserer Vermittlerung ein neues Zuhause in Deutschland gefunden, auch sind diese Besitzer voll des Lobes.
Ein weiterer Grund, dass wir uns für Griechische Hunde entschieden haben, als wir gesehen haben mit welchem zeitlichen, persönlichen finanzellen Engagement und vielen örtlichen Hindernisse die Menschen z.B. in Griechenland die Tierheime ohne oder kaum staatliche Mittel betreiben. Diese Menschen haben ein Recht, dass ihre Tiere ein schönes Zuhause finden, wo diese erwünscht sind.
Uwe u. Christine Bachmann
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